Röntgenstrahlung

Es gibt ja so viele Dinge in der Welt, die wir gar nicht bloßem Auge sehen können. Keine Ahnung woran ihr da denkt, aber mir fällt da zum Beispiel ein: Luft, der Wind oder auch die Liebe. Das ist ja erstmal nix Schlimmes. Liebe braucht jeder zum Leben und Luft auch. Brauche ich ja zum Atmen und so eine leichte Brise, die kühlt mich an heißen Tagen hier in Kalifornien ab. Ihr glaubt ja gar nicht wie heiß, das in San Francisco werden kann. Da bin ich echt froh, dass wir am Meer Leben. Wind gibt’s hier immer, sonst würde das Leben im Sommer hier aber ganz anders aussehen… In unserer Landeshauptstadt Sacramento z.B. da gibt es keinen Niederschlag von März bis Oktober! Da ist Wüste und heiß und trocken. Naja, komm ich mal zurück zum Thema:

Dinge, die man nicht sieht.
Strahlen zum Beispiel kann man auch nicht sehen, außer Sonnenstrahlen, wenn sie durch die Wolken brechen. Wunderschön. Aber was ist mit Funkstrahlen – Handy, Radio, Radioaktive oder auch Röntgenstrahlung. Röntgenstrahlen heißen bei uns Amis ja einfach nur X-Ray, habt ihr das gewusst? War für mich ja ganz normal. Aber ich hab schon gemerkt, dass so international Verwunderung entsteht… Die Röntgenstrahlung wurde nämlich am 8. November 1895 von dem Deutschen Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt. Zu seinen Ehren trägt die Strahlung seinen Namen im deutschsprachigen und fast im gesamten mittel- und osteuropäischen Raum. Röntgen selber hat sie als X-Strahlen bezeichnet. Deswegen heißen sie bei uns heute noch so: X-Ray.

Röntgenstrahlen kennen die meisten vom Arzt – gibt’s aber auch in der Archäologie. Da bin ich neulich doch bei meinem Kollegen und Freund Jesse Stone an der Universität gewesen. Der nutzt Röntgenstrahlung zur Informationsbeschaffung. Hab ja zuerst gar nicht begriffen, was er meinte. Er durchleuchtet Fundstücke damit und was er sieht hilft ihm bestimmte Dinge zu verstehen. Das darf aber nicht jeder einfach so. Mein Kollege hat hier eine extra Zusatzausbildung – ziemlich gefährlich also. Aber überhaupt ist Jesse ein ziemlich mutiger Kerl. Deswegen hat er sein Laborbüro auch im Keller der Universität, abgeschirmt durch bleigefüllte, Stahltüren. Also ich würde mir ja vorkommen wie in einem Gefängnis. Aber der ist da unten immer ganz gut gelaunt.

Wenn er zum Beispiel ein Fundstück hat, dass noch im Dreck eingeschlossen ist, sieht er die Form des Stücks, dass drinsteckt und kann es vom Dreck befreien, ohne es zu beschädigen. Die Strahlen helfen aber auch zu erkennen, wie alt das Fundstück ist. Das habe ich aber nicht so ganz begriffen. Eigentlich war ich ja auch wegen einer ganz anderen Frage bei ihm. Ich wollte wissen, ob Röntgenstrahlung lebensgefährlich sein kann. Seine Antwort hat mich ziemlich überrascht. Das müsst ihr aber selbst hören. Und zwar hier: Das Geheimnis des Generals